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verfolgt die Schafdiebe




Kommentar vom alten Wagner




Trixies Onkel Andy lädt den »Rotkehlchen-Klub« auf seine Schaffarm nach Schottland ein, um die dortigen Schafdiebstähle aufzuklären ... so weit, so gut. Man muss den ersten fünf Minuten dieses Hörspiels zugestehen, dass sie logisch nachvollziehbar aufgebaut sind und ein gelungenes Ensemble vor dem Mikro Platz genommen hat. Aber dann geht es los!

Der erste Mensch, den Trixie dann in Schottland erblickt, wird gleich mal zum potentiellen Schafdieb erklärt, und als ihre Freundin diese Aussage mit einem »Woher weißt du denn, wie Schafdiebe aussehen?« kommentiert, gibt es eine verbale Ohrfeige sowie ein beleidigtes »Dann sage ich jetzt gar nichts mehr!«. Schade, dass Trixie sich daran nicht hält, denn in der nächsten Szene scheitert Trixie mit ihrem Anfangsverdacht und reagiert erneut pampig.

Wenn man denn als Zuhörer akzeptiert, dass man in Schottland angeblich Beutelratten für den Verzehr jagt, geht dann aber der Rest der ersten Seite soweit in Ordnung. Es kommt zwar auch kein rechter Fluss in die Geschichte, aber es bleibt alles soweit logisch nachvollziehbar, wenn auch sehr spannungsarm.

Auf der zweiten Seite wird es dann auf einmal sehr abstrus als die Kinder mit dem Auto in einen so starken Regen kommen, dass eine Flussbrücke weggerissen wird und man nur noch mit dem Boot vom Anhänger des Autos weiter vorankommt. Da fällt dann auch der schönste Satz des Hörspiels:

»Du hast schon genug Unsinn angerichtet
mit deiner Widerborstigkeit, Trixie!«

Ferner muss ich nun nach etwa 30 Minuten des andauernden Hörspiels meine anfängliche Meinung zum guten Ensemble etwas differenzieren: Judith Gerstenberg sowie Simone Seidenberg fallen dann doch deutlich gegenüber den anderen Jugendlichen des »Rotkehlchen-Klubs« ab wenn es darum geht, die Erlebnisse einer vermeintlichen Flutkatastrophe akustisch umzusetzen.

Und zum Schluss muss der alte Wagner hier an den Tasten seinem Chefredakteur Pitichinaccio beipflichten: Die exzellente Musik von Carsten Bohn hebt das gesamte Hörspiel auf ein höheres Level als es eigenständig dazu jemals in der Lage wäre. Vielleicht begeistert mich hier die Musik noch mehr als bei den »drei ???«, da sich hier das Umfeld nicht in allerkleinsten Ansätzen auf einem ähnlichen Niveau wie eben besagte »drei ???«-Abenteuer der Vinyl-Zeit befindet. Also merke:



Kommen wir zum Fazit: Die erste Seite geht so irgendwie ok und würde zwei von fünf Mucks erhalten. Die zweite Seite ist dann ein derartiger Unfug, dass ich null von fünf Mucks geben würde; der zu erwartende Mittelwert ergibt demnach die





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