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Frigia im Eisland ist erreicht ... und damit der Höhepunkt der auf LP erschienenen Folgen. Die Besetzungsliste ist mit
Abstand die kürzeste im Kanon, bietet aber neben Hans Daniel und Elke Reissert die großartige Marianne Kehlau in der
Rolle der stolzen Königin Fria. Außerdem ist Gottfried Kramer wieder mit an Bord. Passt.
Und auch die Handlung hat nach dem etwas langatmigen Besuch bei den fußlahmen Sklavenjägern des Ming deutlich an Fahrt
aufgenommen, denn anschließend an Flash Gordons Flucht nach Frigia gibt es gezielte Mordanschläge auf ihn, von denen
einer Prinzessin Carmen das Leben kostet. Natürlich gibt es auch wieder haufenweise bedrohliche Monster, aber irgendwie
sind diese präsenter, ja man könnte fast sagen: interessanter als die ganzen Viecher aus den Folgen (3) und (4).
Neben dem angenehmen Sprecherportfolio und der dramatischen Handlung gibt es aber noch ein entscheidendes Element,
welches diese Episode so hörenswert macht. Neben einigen musikalischen Einlagen zu Beginn des Hörspiels, die der Zuhörer
vornehmlich mit der »TKKG«-Serie in Verbindung bringen mag, erklang hier zumindest für den Kommentator das erste Mal der
so charakteristische Walzer aus der Feder Betty Georges, den man angesichts seines Einsatzes als "Eiswurmwalzer" oder
aber hinsichtlich der so prägnanten Röhrenglocken als "Glockenwalzer" bezeichnen mag. Das Musikstück, welches in Aufbau
und Ausdruck stark an den »Danse macabre« von Camille Saint-Saëns (1835-1921) erinnert, gibt der Produktion eine
unvergessliche, unheilvolle Spannung.
Hinzu kommt, dass der Titel des Hörspiels den Verdacht hinsichtlich der Mordanschläge - wenn auch nicht ganz überzeugend
- zunächst auf Prinzessin Carmen lenkt, die aus den oben genannten Gründen am Ende von Seite 1 aber dann als Täterin
ausscheidet. Der aufmerksame Hörer wird die sonore Stimme des Täters vorher ohnehin bereits Hans Daniel (Graf Malo)
zugeordnet haben, aber es bleibt ein zumindest kleines Verwirrspiel in Hinblick auf die Tathintergründe bestehen.
Das erste Mal in der »Flash Gordon«-Reihe schließt eine Folge mit einem veritablen cliff hanger, denn nach dem
Überfall der Riesen und die damit einhergehende Entführung von Dr. Zarkov und Dale Arden bleibt dem terranischen
Polospieler und der blaublütigen Kaltblütlerin nichts anderes übrig, als den Riesen in ihr Versteck zu folgen ... und
damit Folge (6) einzuläuten.
Fazit: Das beste der »Flash Gordon«-Menüs, die Wucht in Tüten mit einmal Mayo extra.
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