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| Expedition in die Vergangenheit |
| Kommentar von Pitichinaccio |
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Und Vorhang auf zum Finale! Nachdem der kleine Hörer zwei Jahre warten musste, um zu erfahren, was es mit den Weganern und ihrem Hass auf die Menschen auf sich hat, wird nun das Rätsel gelöst. Bei der titelgebenden Expedition entdecken Commander Perkins und seine Begleiter, unter denen sich auch Bordon, der Unsterbliche von Bondurkan befindet, dass die Weganer die Städte Sodom und Gomorrha in der Annahme vernichteten, ihr Gesandter Drapondur sei dort getötet worden. Dieser hatte sich jedoch mit Lepra infiziert und daher bewusst gegen die Rückkehr zu seinen Männern entschieden. Da dies nun aufgeklärt werden konnte, verkündet Bordon nach der Rückkehr zum Mond das Ende der Feindseligkeiten durch die Weganer. Was für ein angemessener Abschluss einer alles in allem großartigen Erzählung. Neben den endgültigen Auflösungen der bisher aufgetauchten Rätsel erwartet den Hörer ein handlungs- und temporeiches Hörspiel mit einer verblüffenden, wenn auch recht unchristlichen Erklärung für den Untergang von Sodom und Gomorrha: Nicht zwei von Gott gesandte Engel besuchten Lot und warnten ihn vor dem Untergang der beiden lasterhaften Städte, sondern Commander Randy Perkins und Major Peter Hoffmann ... also fake news im Buch Mose (und dann auch noch gleich im ersten Band!) Trotz der Warnung der beiden Weltraumhelden wird sich gleichwohl Lots Frau auf der Flucht nach den sterbenden Städten umsehen ... und zur Salzsäule erstarren. Se is meschugge, de Schickse! Aber auch abgesehen von dieser späten Form des Faktenchecks brilliert das Hörspiel mit erneut hervorragenden Sprechern, dieses Mal insbesondere durch Ernst von Klipstein (Lot) und Gottfried Kramer (Bordon). Kleiner Wermutstropfen: Die Stimme Bordons hat in sechs Folgen ständig gewechselt - von Wolfgang Kaven über Lothar Grützner hin zu Gottfried Kramer. Und auch wenn Letzterer wie immer perfekte Arbeit abliefert: Das ist einfach nicht die unheimliche Flüsterstimme, die zwei Jahre zuvor Ralph Common in »Das Tor zu einer anderen Welt« lockte. An dieser Stelle sei aber auch das Gedankenspiel erlaubt, ob H.G. Francis beim Verfassen der ersten Folge überhaupt schon wusste, wie er das Rätsel um die telepathische Stimme auflösen würde ... Sei's drum. Lob gebührt auch Hans Möller für das großartige Cover, welches den Kontrast zwischen den Elementen aus der Zukunft und den altertümlichen Städten grandios einfängt. Eine spürbare Änderung erfuhr die musikalische Untermalung, die jetzt überwiegend den Nummern auf der LP »Star Wars / Krieg der Sterne - Galactic Music« entspricht. Nur noch kleine Einlagen besorgt Andreas Beurmann an seinem offenbar unzerstörbaren Synthesizer. Fazit: Ein unterhaltsamer Zyklus aus der guten alten Hörspielzeit, als eine Serie noch mit weniger als 199 Folgen auskam und niemand sich gezwungen sah, ein Hörspiel auf die maximal mögliche Spielzeit zu trimmen. |
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Appendix: Zu dem Zeitpunkt, an dem dieser Kommentar geschrieben wurde, liegt der Tod von Schauspieler Gernot Endemann (24.07.1942 - 29.06.2020) gerade einmal sechs Wochen zurück. Und es lässt mich schon ein wenig innehalten, daran zu denken, wie viele derjenigen, die uns solche Hörspielperlen hinterlassen haben, nicht mehr unter uns sind. Allein in Bezug auf dieses Hörspiel sei neben Gernot Endemann an die Stimmen aus der Vergangenheit von Franz-Josef Steffens, Rolf Mamero, Gottfried Kramer und Ernst von Klipstein erinnert. Danke, Ihr Unsterblichen. |