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E 2090 |
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| Produktionsdaten: |
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| Covergestaltung I: |
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Das Front- und das Rückcover ergeben bei aufgeklappter Plattenhülle ein gemeinsames Motiv. |
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Komplettcover |
bei aufgeklappter Plattenhülle |
| Covergestaltung II: |
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Cover der Neuauflage ab 1976 |
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Für die Neuauflage wurde der Schriftzug »Der klingende Adventskalender« goldfarben gehalten. Ansonsten blieb das Cover unverändert. |
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Das Cover mit dem roten Titelschriftzug erschien nur mit der alten, vierstelligen Katalognummer. Das alternative Cover mit dem nun goldfarbenen Schriftzug erschien 1976 ebenfalls noch mit dieser Katalognummer und ab 1977 dann mit der neuen, siebenstelligen Ziffernfolge. |
| Covergestaltung III: |
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Abweichend von der üblichen EUROPA-Praxis, detaillierte Besetzungslisten auf der Coverrückseite abzudrucken, findet sich hier lediglich eine (unvollständige) Aufzählung von Sprechern. |
| Personalia: |
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Angaben zu Hörspielbearbeitung und Regie finden sich auf dem Cover nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass diese in der Hand von Heikedine Körting lagen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab es keine weiteren Regisseure beim Label EUROPA. |
| Musik: |
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»Der klingende Adventskalender« wurde themengerecht mit meist weihnachtlicher Musik, aber auch Kinderliedern unterlegt. Einige der Gesangseinlagen wurden auch auf anderen LPs des EUROPA-Musikprgramms veröffentlicht, andere sind nur hier zu hören - so auch die kurzen, wohl hausgemachten Instrumentaleinlagen sowie die Spieluhr. Die weiteren Veröffentlichungen sind auf folgenden LPs
zu finden: vor dem Gedicht »Wenn es Winter wird«
vor dem Gedicht »Erwartung«
vor dem Gedicht »Ein Lied hinterm Ofen zu singen«
Abschluss des Gedichts »Ein Lied hinterm Ofen zu singen«
Abschluss des Gedichts »Niklaus, Niklaus, huckepack«
Abschluss des Gedichts »Ich bin noch ein ganz kleiner Mann«
nach dem Märchen »Wie der Schnee seine weiße Farbe bekam«
vor dem Gedicht »Der Bratapfel«
vor dem Gedicht »Die drei Kätzchen am Ofen«
»Die Heinzelmännchen von Köln«, Erzähler: »Die Heinzelmännchen von Köln«
Abschluss der Dichtung »Die Heinzelmännchen von Köln«
vor dem Gedicht »Vom Christkind«
nach dem Gedicht »Vom Christkind«
vor der Erzählung »Die Christrose«
Abschluss der Erzählung »Die Christrose«
vor dem Gedicht »Weihnachtsbäume«
vor dem Gedicht »Weihnachten«
Abschluss des Gedichts »Weihnachten«
Abschluss des Gedichts »Die heil'gen drei Könige aus dem Morgenland«
Abschluss der Erzählung »Der letzte Weihnachtsbaum«
Abschluss der Geschichte »Die Weihnachtsgeschichte«
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| Veröffentlichung: |
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»Die Heinzelmännchen von Köln«, gelesen von Hans Paetsch, stammt von der LP »Der Rattenfänger von Hameln« (E 231). »Wenn es Winter wird«, »Knecht Ruprecht«, »Der Bratapfel« sowie »Die Zeit des Advents«, alle gelesen von Will Quadflieg, stammen von der LP »Der klingende Adventskalender« (E 2012). »Die drei Kätzchen am Ofen« stammt ebenfalls von der LP »Der klingende Adventskalender« (E 2012). Lediglich die letzten, ursprünglich von Will Quadflieg gelesenen Zeilen wurde durch eine Neueinspielung mit Marlen Krause ersetzt. Bei dem Märchen »Wie der Schnee seine weiße Farbe bekam« handelt es sich um einen Auszug aus dem Märchen »Der Schneemann« von Hans Christian Andersen. Dieses findet sich auf der LP »Dornröschen« (E 2042). |
| Anmerkung: |
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Auf dem Cover befinden sich 24 Türchen zum Öffnen, hinter denen sich kleine bunte Bilder verbergen. |
| weitere Produktionen: |
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Eine ähnliche Ausgabe des »klingenden Adventskalenders« erschien als E 2012. |
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Autor I - Christian Morgenstern (»Wenn es Winter wird«): |
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Der deutsche Dichter Christian Morgenstern (1871-1914) führte ein sehr unruhiges Leben, das von vielen Krankheiten
überschattet wurde. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit wirkte Morgenstern auch als Rezitator und Übersetzer.
Seine humoristischen Werke erfreuen sich heute einer größeren Popularität als seine ernsten Texte. Als Beispiel seines
Wortwitzes mag das Gedicht »Die Trichter« dienen:
Zwei Trichter wandeln durch die Nacht. |
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Autor II - Robert Reinick (»Der Weihnachtsaufzug«): |
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Robert Reinick (1805-1852) war als Schriftsteller, Übersetzer und Maler tätig. Bekanntheit erlangte sein Gedicht
»Frühling« in der Vertonung des Komponisten Johannes Brahms (1833-1897). Katharina Brauren trägt in der Rolle der
Louise Winkelmann die erste Strophe des Liedes mit der Titel »Juchhe!« in Loriots Film »Ödipussi« vor:
Wie ist doch die Erde so schön, so schön! |
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Autor III - Karl Friedrich von Gerok (»Erwartung«): |
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Karl Friedrich von Gerok (1815-1890) wurde als Sohn eines Pfarrers in der Nähe von Stuttgart geboren und schlug selbst eine Laufbahn in der katholischen Kirche ein, in der er später als Diakon und Pfarrer tätig war. Neben der Theologie widmete sich von Gerok auch der Lyrik mit religiösen Bezügen. |
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Autor IV - Matthias Claudius (»Ein Lied hinterm Ofen zu singen«): |
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Matthias Claudius wurde 1740 in Reinfeld (heute Schleswig-Holstein) geboren. Die Studiengänge Theologie und Jura befriedigten ihn nicht, und so begann er, Lieder und Erzählungen zu schreiben. Eine langjährige Arbeit als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen schloss sich an, unter anderem für den »Wandsbecker Bothen« (Wandsbek ist heute ein Stadtteil von Hamburg). 1815 verstarb Matthias Claudius in der Hansestadt. Nach wie vor sehr bekannt ist sein Gedicht »Der Mond ist aufgegangen«. |
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Autor V - Theodor Storm (»Knecht Ruprecht«): |
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Hans Theodor Woldsen Storm (1817-1888) war hauptberuflich Jurist und als solcher zunächst als Rechtsanwalt, später als Assessor, Richter und Landvogt tätig. Sein schriftstellerisches Werk umfasst eine Vielzahl von Gedichten und Novellen. Viele davon spielen im damaligen Herzogtum Schleswig und haben somit eine typisch norddeutsche Prägung. Zu Storms bekanntesten Werken gehören die Erzählungen »Pole Poppenspäler« und »Der Schimmelreiter«. Die Märchen »Der kleine Häwelmann« und »Die Regentrude« erschienen in den Jahren 1849 und 1862. |
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Autor VI - Hans Christian Andersen (»Der Schneemann«): |
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Der dänische Dichter Hans Christian Andersen (1805-1875) wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Gleichwohl zeigte er früh Interesse für Literatur und die Bühne. Aus seiner Feder stammen weit über 150 Kunstmärchen, in denen er teilweise Sagen aus verschiedenen Ländern aufgriff und um diese herum eine eigene Handlung entwarf. Diese Märchen erschienen vornehmlich in den 1830'er und 1840'er Jahren. Andersen war bereits zu Lebzeiten ein weltweit anerkannter Autor. Das über die Märchen hinausgehende literarische Werk ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Bekannte Märchen Andersens sind unter anderem:
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Autor VII - August Kopisch (»Die Heinzelmännchen von Köln«): |
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»Die Heinzelmännchen von Köln« ist wohl das bekannteste literarische Werk August Kopischs (1799-1853), der zunächst Maler werden wollte und ein entsprechendes Studium begann. Als er sich nach einer Verletzung der rechten Hand neu orientieren musste, wandte er sich der Schriftstellerei zu. Erst Jahre später konnte er sich wieder der Malerei widmen. Kopisch griff mit seiner Ballade über die Heinzelmännchen lediglich eine bereits bekannte Sage über die dienstbaren Hausgeister auf, deren Wirkungsort er jedoch vom Siebengebirge nach Köln verlegte. |
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Autorin VIII - Anna Ritter (»Vom Christkind«): |
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Anna Ritter wurde 1865 als Anna Nuhn geboren. Von ihr erschienen zwei Gedichtsammlungen (1898 und 1900) sowie eine Novelle und ein Reisetagebuch. Außerdem arbeitete sie für den Schokoladenfabrikanten Stollwerck und schrieb Texte für Sammelbilder und -alben des Unternehmens. Anna Ritter verstarb 1921. |
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Autor IX - Adalbert Stifter (»Die Zeit des Advents«): |
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Adalbert Stifter, geboren 1805 als Albert Stifter, stammte aus einfachen Verhältnissen. Gleichwohl erhielt er eine gute Schulbildung und begann schließlich 1821 ein Jurastudium in Wien, das er jedoch 1930 wieder abbrach. In diese Jahre fielen auch die ersten Veröffentlichungen seiner Werke. Erst nach und nach verschafften sie ihm, zumindest vorübergehend, ein ausreichendes Einkommen. Seine für ihn typischen, ausführlichen Landschaftsbeschreibungen fanden ebenso Kritiker wie Bewunderer. Gesundheitlich und finanziell war es um Adalbert Stifter und seine Familie jedoch immer schlechter bestellt. 1868 nahm sich Stifter das Leben. |
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Autor X - Gustav Falke (»Weihnachtsbäume«): |
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Dem Kaufmannssohn Gustav Falke, 1853 in Lübeck geboren, wurde ein Literaturstudium durch den Stiefvater verweigert, woraufhin Gustav Falke als Buchhändler und Klavierlehrer tätig war. Von 1878 an lebte er in Hamburg. Erst im Alter von circa 40 Jahren kam es zu Veröffentlichungen eigener literarischer Werke. Neben Romanen mit Hamburger Lokalkolorit umfasst Falkes Werk viele Kinderbücher. Wie die Schriftstellerin Anna Ritter verfasste auch Gustav Falke Texte für Sammelbilder und Sammelalben der Schokoladenfabrik Stollwerck. Falke starb 1916. |
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Autor XI - Joseph von Eichendorff (»Weihnachten«): |
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Joseph von Eichendorff (voller Name: Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff) wurde 1788 bei Ratibor in Oberschlesien geboren. Bereits im Kindesalter zeigte sich Eichendorffs Begeisterung für die Schriftstellerei. Während seines Jurastudiums, das er 1812 beendete, kam es zu den ersten Veröffentlichungen seiner Werke. Typisch waren seine eindrucksvollen Naturschilderungen und religiöse Einflüsse. Eichendorff trat in den Staatsdienst ein, den er wegen einer schweren Lungenentzündung 1844 quittierte. 1857 starb Joseph von Eichendorff, nach Schlesien zurückgekehrt, wiederum an einer Lungenentzündung. |
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Autor XII - Heinrich Heine (»Die heil'gen drei Könige aus Morgenland«): |
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Nur wenige Schriftsteller haben die Entwicklung der deutschen Literatur so nachhaltig beeinflusst wie Heinrich Heine (geboren wahrscheinlich 1797 als Harry Heine, gestorben 1856). Schon früh wurde sein Leben von der Tatsache, einer jüdischen Familie zu entstammen, geprägt, da viele Rechte den Juden aberkannt waren. Bereits während seines Jurastudiums, das er erfolgreich abschloss, war er schriftstellerisch tätig. Auf Grund persönlicher, religöser und beruflicher Anfeindungen zog er schließlich 1831 nach Paris. Es folgte eine wahre Flut von veröffentlichten Werken verschiedenster Couleur, auch im politischen Bereich. In den 1840'er Jahren verschlechterte sich seine Gesundheit rapide. 1848 erlitt er einen so schweren Zusammenbruch, dass er bis zu seinem Tode bettlägerig blieb. |
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Autor XIII (»Die Weihnachtsgeschichte«): |
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»Die Weihnachtsgeschichte« ist Teil des Neuen Testaments, welches gemeinsam mit dem Alten Testament die Bibel bildet. Im Mittelpunkt stehen die Geburt, das Leben, der Tod sowie die Auferstehung Jesu Christi. Das Neue Testament umfasst die vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes), die Apostelgeschichte des Lukas, die Briefe und die Johannesoffenbarung. |
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