E 2012

Produktionsdaten:


Erscheinungsjahr

1971
Katalognummer E 2012
Spielzeit 17'53" / 19'40"
Label Erstausgabe Cover Kinderserie
Label Erstausgabe LP Kinderserie (weiß/rot), Muck
Tonträgerformat LP
1. Cover Künstler unbekannt
2. Cover

Künstler unbekannt


Covergestaltung I:

Cover der Neuauflage ab 1972 /1973



Frontcover


Rückcover




Covergestaltung II:

Abweichend von der üblichen EUROPA-Praxis, detaillierte Besetzungslisten auf der Coverrückseite abzudrucken, findet sich hier lediglich eine (unvollständige) Aufzählung von Sprechern.





Personalia I:

Dagmar Dorsten wirkte auch unter dem Namen Dagmar Kottkamp in EUROPA-Hörspielen mit.





Personalia II:

Auf der Coverrückseite wird »Brac« als Autor für die Geschichte »Die Adventsfeier der Mäuslein« genannt. Dies ist wohl eine unzutreffende Angabe, denn die LP erschien zu einem Zeitpunkt, als Sieglinde Dziallas, die eine Hälfte des Pseudonyms »Claudius Brac«, schon verstorben war. Es ist davon auszugehen, dass Andreas Beurmann als Verantwortlicher für die Produktion Wort hier allein der Autor war (vergleiche dazu auch Personalia III).





Personalia III:

Angaben zur Hörspielbearbeitung / Regie finden sich auf dem Cover nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass Andreas Beurmann als Verantwortlicher für die Produktion Wort hier federführend war. Denn die Aufnahme entstand nach dem Weggang Konrad Halvers (im Herbst 1971), aber vor der Übernahme der Regie durch Dagmar von Kurmin und Heikedine Körting (im Jahr 1972).





Musik:

»Der klingende Adventskalender« wurde themengerecht mit meist weihnachtlicher Musik, aber auch Kinderliedern unterlegt. Einige der Gesangseinlagen wurden auch auf anderen LPs des EUROPA-Musikprgramms veröffentlicht, andere sind nur hier zu hören - so auch die kurzen, wohl hausgemachten Cembalo-Einsätze, die wieder auf Andreas Beurmann zurückzuführen sein dürften sowie eine Spieluhr. Die weiteren Veröffentlichungen sind auf folgenden LPs


»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte Kinderlieder«



E 263

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


»Frohe Weihnacht«



somerset 600

Der Schleswiger Domchor • Großer Posaunenchor
Der Knabenchor des Norddeutschen Rundfunks


»Kinderlieder«



E 202

Der Kinderchor Vera Schink
und eine Instrumentalgruppe


»Der Schleswiger Domchor singt Weihnachtslieder«



somerset 564

Der Schleswiger Domchor
Leitung: Uwe Röhl


»Die allerschönsten Kinderlieder«



somerset 579
(Erstauflage)


E 239
(Neuauflage)

Der Knabenchor des Norddeutschen Rundfunks
Leitung: Horst Sellentin
und eine Instrumentalgruppe


zu finden:




vor der Dichtung »Die Zeit des Advents«

»Lasst uns froh und munter sein«
(keine weitere Veröffentlichung innerhalb
des EUROPA-Musikprogramms)



vor dem Gedicht »Sankt Niklas«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »Es schneiet, es beiet«



Abschluss des Gedichts »Sankt Niklas«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »Ting, tang Tellerlein«



vor dem Gedicht »Knecht Ruprecht«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »A, a, a, der Winter der ist da«



Abschluss des Gedichts »Knecht Ruprecht«

»Frohe Weihnacht«, »Kling, Glöckchen,
klingelingeling«



vor der Dichtung »Die Geschichte vom fliegenden Robert«

»In meinem kleinen Apfel«
(keine weitere Veröffentlichung innerhalb
des EUROPA-Musikprogramms)



Abschluss der Dichtung »Die Geschichte vom fliegenden Robert«

»Kinderlieder«, »Brüderlein, komm tanz mit mir«



nach dem Märchen »Die schlafenden Kinder«

»Kinderlieder«, »Dornröschen war ein schönes
Kind«



Beginn der 2. Seite

»Leise rieselt der Schnee«
(keine weitere Veröffentlichung innerhalb
des EUROPA-Musikprogramms)



vor dem Gedicht »Das Büblein auf dem Eis«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »Die Mühle, die braucht Wind,
Wind, Wind«



Abschluss des Gedichts »Das Büblein auf dem Eis«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »Schneidri, schneidra, schneidrum«



Abschluss des Gedichts »Wenn es Winter wird«

»Der Schleswiger Domchor singt Weihnachts-
lieder«, »Süßer die Glocken nie klingen«



»Die Adventsfeier der Mäuslein«, Erzähler: »Nun kamen sie in den Festsaal.«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »In Mutters Stübele«



vor dem Gedicht »Der Bratapfel«

»Ringel, Ringel, Ringelreih' - Beliebte
Kinderlieder«, »Ist die schwarze Köchin da«



vor dem Märchen »Die Sterntaler«

»Kinderlieder«, »Hänsel und Gretel«



»Die Sterntaler«, Erzähler: »Die Sterntaler«

»Die allerschönsten Kinderlieder«, »Weißt du, wie viel Sternlein stehen«



vor dem Gedicht »Weihnachtsmarkt«

»Der Schleswiger Domchor singt Weihnachts-
lieder«, »O Tannenbaum«



vor dem Gedicht »Der Traum«

»Morgen Kinder wird's was geben«
(keine weitere Veröffentlichung innerhalb
des EUROPA-Musikprogramms)



nach dem Gedicht »Weihnachten«

»Der Schleswiger Domchor singt Weihnachts-
lieder«, »Kommet, ihr Hirten«




Veröffentlichung:

»Die Geschichte vom fliegenden Robert«, gelesen von Hans Paetsch, stammt von der LP E 134 »Max und Moritz«.


»Die schlafenden Kinder«, gelesen von Heike Kintzel, stammt von der LP »Gute-Nacht-Geschichten« (E 203).


»Die Sterntaler«, gelesen von Hans Paetsch, stammt von der LP »Grimms Märchen« (E 238).


»Vom Büblein auf dem Eis«, gelesen von Dagmar Dorsten, stammt von der LP »Betthupferl - Kinderlieder und Geschichten zur guten Ruh« (E 262).


»Wenn es Winter wird«, »Knecht Ruprecht«, »Der Bratapfel«, »Die Zeit des Advents« sowie »Die drei Kätzchen am Ofen«, alle gelesen von Will Quadflieg, wurden ihrerseits auf der LP »Der klingende Adventskalender« (E 2090) erneut veröffentlicht.





Anmerkung:

Auf dem Cover befinden sich 24 Türchen zum Öffnen, hinter denen sich kleine bunte Bilder verbergen.





weitere Produktionen:

Eine ähnliche Ausgabe des »klingenden Adventskalenders« erschien als E 2090.





Autor I - Adalbert Stifter
(»Die Zeit des Advents«):

Adalbert Stifter, geboren 1805 als Albert Stifter, stammte aus einfachen Verhältnissen. Gleichwohl erhielt er eine gute Schulbildung und begann schließlich 1821 ein Jurastudium in Wien, das er jedoch 1930 wieder abbrach. In diese Jahre fielen auch die ersten Veröffentlichungen seiner Werke. Erst nach und nach verschafften sie ihm, zumindest vorübergehend, ein ausreichendes Einkommen. Seine für ihn typischen, ausführlichen Landschaftsbeschreibungen fanden ebenso Kritiker wie Bewunderer. Gesundheitlich und finanziell war es um Adalbert Stifter und seine Familie jedoch immer schlechter bestellt. 1868 nahm sich Stifter das Leben.





Autor II - Theodor Storm
(»Knecht Ruprecht«):

Hans Theodor Woldsen Storm (1817-1888) war hauptberuflich Jurist und als solcher zunächst als Rechtsanwalt, später als Assessor, Richter und Landvogt tätig. Sein schriftstellerisches Werk umfasst eine Vielzahl von Gedichten und Novellen. Viele davon spielen im damaligen Herzogtum Schleswig und haben somit eine typisch norddeutsche Prägung. Zu Storms bekanntesten Werken gehören die Erzählungen »Pole Poppenspäler« und »Der Schimmelreiter«. Die Märchen »Der kleine Häwelmann« und »Die Regentrude« erschienen in den Jahren 1849 und 1862.





Autor III - Heinrich Hoffmann
(»Die Geschichte vom fliegenden Robert«):

Heinrich Hoffmann (1809-1894) studierte Medizin und war als Arzt und Psychologe tätig. Er verfasste daneben Bücher und Theaterstücke. Sein bekanntestes Buch »Der Struwwelpeter« schrieb er im Jahr 1844 für seinen dreijährigen Sohn Carl und entwarf auch selbst die Zeichnungen dazu. Ein befreundeter Verleger überredete Hoffmann zur Veröffentlichung, die 1845 zunächst unter dem Titel »Lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3-6 Jahren« erfolgte. Als Autor wurde »Reimerich Kinderlieb« genannt, wobei es sich hier um ein Pseudonym Hoffmanns handelte. Das Buch war Auslöser für zahlreiche Abwandlungen und Parodien, die sich mit den oft drakonischen Strafen und Konsequenzen für die in dem Buch beschriebenen "unartigen Kinder" auseinandersetzen.





Autor IV - Christian Morgenstern
(»Das Weinachtsbäumchen«, »Wenn es Winter wird«):

Der deutsche Dichter Christian Morgenstern (1871-1914) führte ein sehr unruhiges Leben, das von vielen Krankheiten überschattet wurde. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit wirkte Morgenstern auch als Rezitator und Übersetzer. Seine humoristischen Werke erfreuen sich heute einer größeren Popularität als seine ernsten Texte. Als Beispiel seines Wortwitzes mag das Gedicht »Die Trichter« dienen:

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.
Durch ihres Rumpfs verengten Schacht
fließt weißes Mondlicht
still und heiter
auf ihren
Waldweg
u.s.
w.





Autor V - Ludwig Bechstein
(»Die schlafenden Kinder«):

Ludwig Bechstein (1801-1860), der als Bibliothekar und Archivar tätig war, verfasste auch Romane, Gedichte und Reiseliteratur. Diese sind heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Bekannt sind vor allem die von ihm herausgegebenen Märchen, die sich teilweise mit denen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm decken. Bechstein bearbeitete die Märchen vielfach, um ihnen eine pädagogische Note zu verleihen. Aus der Bechstein'schen Märchensammlung stammen unter anderem:

»Die sieben Schwaben«
»Der alte Zauberer«
»Goldmarie und Pechmarie«
»Das Nusszweiglein«
»Der Richter und der Teufel«
»Die beiden kugelrunden Müller«
»Hühnchen und Hähnchen«
»Der Hase und der Fuchs«
»Siebenschön«
»Schwan kleb an«
»Goldhähnchen«
»Das Natterkrönlein«
»Zwergenmützchen«
• »Die schlafenden Kinder«





Autor VI - Friedrich Wilhelm Güll
(»Vom Büblein auf dem Eis«):

Friedrich Wilhelm Güll (1812-1879) verdiente seinen Lebensunterhalt als Lehrer in München. Bekanntheit erlangte er darüber hinaus jedoch als Dichter und Verfasser von Texten für Kinder. Wie in dem Gedicht »Vom Büblein auf dem Eis« erkennbar lag sein Talent darin, lehrreiche Dinge mit einem Augenzwinkern zu vermitteln. Dem ersten Sammelband »Kinderheimath in Liedern und Bildern« aus dem Jahr 1836 folgten 1849 »Neue Bilde für Kinder« und andere.





Autor VII - Andreas Beurmann
(»Die Adventsfeier der Mäuslein«):

Andreas Erich Beurmann wurde 1928 in Zoppot, an der Danziger Bucht gelegen, geboren. Sein Musikstudium schloss er 1953 mit dem Titel Dr. phil. ab. 1961 gründete er gemeinsam mit Dave Miller und Wilhelm Wille die »Miller International Schallplatten GmbH«, bei der unter anderem die Label EUROPA und somerset das Sortiment bildeten. Ab 1965 widmete er sich dem Bereich Wortproduktionen und arbeitete gemeinsam mit seiner Freundin Sieglinde Dziallas unter dem Pseudonym »Claudius Brac« als Autor und Regisseur. Hinzu kamen kleinere Chargenrollen in den Hörspielproduktionen, welche er unter dem Pseudonym »Hans Meinhardt« einsprach. Auch kleine Hörspielmusikstücke stammen von ihm. Später lernte er Heikedine Körting kennen, die er 1979 heiratete. Beurmann lebte in Hamburg im Stadtteil Rotherbaum und auf dem Herrenhaus von Gut Schloss Hasselburg, das das Ehepaar gepachtet hat. Beurmann verstarb im April 2016. Weitere Hörspielmanuskripte von Andreas Beurmann außerhalb der Zusammenarbeit mit Sieglinde Dziallas:

• »Die Adventsfeier der Mäuslein«
»Peter und der Wolf«





Autor VIII - Die Gebrüder Grimm
(»Die Sterntaler«):

Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm haben sich um viele Forschungen in der deutschen Sprache und Literatur verdient gemacht. Eine ihrer ersten Arbeiten stellt dabei die Sammlung »Kinder- und Hausmärchen« dar. Dabei wurden die enthaltenen Geschichten nicht von den Brüdern erfunden, sondern zusammengetragen und bearbeitet. Band I erschien im Jahre 1812, Band II drei Jahre später. Beide Bände wurden 1819 neu herausgegeben, da viele Passagen als zu erotisch empfunden wurden. Auch wurden nun christliche Motive in die Märchen eingearbeitet. 1825 erschienen ausgewählte Geschichten der einzelnen Bände in einem gemeinsamen Buch, welches die Popularität der Gebrüder Grimm begründete. Ständige Überarbeitungen in den nächsten Auflagen folgten, auch wurden Märchen ausgetauscht. Anekdote am Rande: Nur ein kleinerer Teil der Geschichten beginnt mit der scheinbar so typischen Einleitung »Es war einmal ...«.





Autor IX - Gottfried Keller
(»Weihnachtsmarkt«):

Nach einer erfolglosen Laufbahn als Landschaftsmaler, einem geplanten Studium der Rechts- und Staatswissenschaft sowie der unglücklichen Tätigkeit als Theaterschriftsteller avancierte der politisch stets interessierte und aktive Gottfried Keller (1819-1890) zum anerkannten Schriftsteller, was ihm das Amt des Ersten Staatsschreibers (Generalsekretär der Kantonsregierung des Kantons Zürich) in seiner Heimat, der Schweiz, einbrachte. Erst nach Beendigung dieses Amtes widmete er sich wieder intensiv der Schriftstellerei. Gottfried Keller galt und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des bürgerlichen Realismus (»Kleider machen Leute«).





Autor X - Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(»Der Traum«):

August Heinrich Hoffmann (1798-1874) nahm, um Verwechslungen mit anderen Personen zu vermeiden, den Namenszusatz »von Fallersleben«, seiner Geburtsstadt, an. Er ist nicht identisch mit dem Schöpfer des »Struwwelpeter«, Heinrich Hoffmann. Angeregt durch die Bekanntschaft mit Jacob Grimm widmete er sich mehr und mehr der deutschen Literatur. Seine erlangte Professur für deutsche Sprache und Literatur wurde ihm wieder entzogen, weil er sich für ein geeintes Deutschland einsetzte. Auch die preußische Staatsbürgerschaft verlor er. Vorher war im Jahr 1841 das »Deutschlandlied« entstanden, der Text für die spätere deutsche Nationalhymne. 1849 kehrte Hoffmann von Fallersleben rehabilitiert aus dem Exil zurück. Aus seiner Feder stammen neben zahlreichen politischen Werken die Texte vieler bekannter Kinderlieder. Unter dem EUROPA-Label wurde weiterhin von ihm vertont:

»Mauskätzchen«
»Der kleine Vogelfänger«





Autor XI - Robert Reinick
(»Die Nacht vor dem Heiligen Abend«):

Robert Reinick (1805-1852) war als Schriftsteller, Übersetzer und Maler tätig. Bekanntheit erlangte sein Gedicht »Frühling« in der Vertonung des Komponisten Johannes Brahms (1833-1897). Katharina Brauren trägt in der Rolle der Louise Winkelmann die erste Strophe des Liedes mit der Titel »Juchhe!« in Loriots Film »Ödipussi« vor:

Wie ist doch die Erde so schön, so schön!
Das wissen die Vögelein;
Sie heben ihr leicht Gefieder,
Und singen so fröhliche Lieder
In den blauen Himmel hinein.





Autor XII - Joseph von Eichendorff
(»Weihnachten«):

Joseph von Eichendorff (voller Name: Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff) wurde 1788 bei Ratibor in Oberschlesien geboren. Bereits im Kindesalter zeigte sich Eichendorffs Begeisterung für die Schriftstellerei. Während seines Jurastudiums, das er 1812 beendete, kam es zu den ersten Veröffentlichungen seiner Werke. Typisch waren seine eindrucksvollen Naturschilderungen und religiöse Einflüsse. Eichendorff trat in den Staatsdienst ein, den er wegen einer schweren Lungenentzündung 1844 quittierte. 1857 starb Joseph von Eichendorff, nach Schlesien zurückgekehrt, wiederum an einer Lungenentzündung.



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