E 245

Produktionsdaten:


Erscheinungsjahr

1968
1. Katalognummer E 245
2. Katalognummer 115 506.7
Spielzeit 18'09" / 14'16"
Label Erstausgabe jugendserie (weiß/rot)
Tonträgerformat LP / MC / CD
1. Cover Festspiele Bad Segeberg
2. Cover

Hans Möller


Covergestaltung I:

Die auf dem Cover gezeigte Szene stammt entweder aus

»Der Schatz im Silbersee«, einer Inszenierung der Karl-May-Festspiele Bad Segeberg aus dem Jahr 1964

oder

»Old Surehand«, einer Inszenierung der Karl-May-Festspiele Bad Segeberg aus dem Jahr 1965

oder

»Winnetou II«, einer Inszenierung der Karl-May-Festspiele Bad Segeberg aus dem Jahr 1966

oder

»Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers«, einer Inszenierung der Karl-May-Festspiele Bad Segeberg aus dem Jahr 1967.





Covergestaltung II:

Cover der Neuauflage ab circa 1975



Frontcover


Rückcover


Die Cover mit den Bad Segeberger Fotomotiven erschienen nur mit den alten, dreistelligen Katalognummern. Die alternativen, von Hans Möller gezeichneten Cover erschienen kurzfristig, circa von 1975 bis 1976, ebenfalls noch mit diesen Katalognummern und ab 1977 dann mit der neuen, siebenstelligen Ziffernfolge.





Musik:

Bei »Winnetou II (2. Folge)« kam neben wohl hausgemachter Hörspieluntermalung (Solo-Gitarre) folgende Musik zum Einsatz, die auf den LPs


»Bluegrass Banjos On Fire«



somerset 19500

Homer And The Barnstormers


»Fly Me To The Moon«



somerset 19600

101 Strings


»I Love Paris«



somerset 13000

101 Strings


»A Night Serenade In The Quiet Hours«



somerset 10200

101 Strings


»Fire And Romance Of South America«



somerset 22200

101 Strings


zu finden ist:




Beginn der 1. Seite

»Bluegrass Banjos On Fire«, »Ol' Joe Clark«



Old Shatterhand: »Doch dann öffnete sich nach einer halben Meile der Hohlweg und führte auf eine wunderschöne Lichtung, die rings von Felswänden völlig abgeschlossen war.«

»Fly Me To The Moon«, »Fly Me To The Moon«



Old Shatterhand: »Da, für einen Augenblick öffnete Old Firehand die Augen.«

»I Love Paris«, »La Belle Parisienne«



Winnetou: »Es darf immer nur einer von uns schlafen.«

»A Night Serenade In The Quiet Hours«,
»Greensleeves«



Old Shatterhand: »Old Firehand begrüßte uns.«

»Bluegrass Banjos On Fire«, »Fire On The
Mountain«



Winnetou: »Winnetou treibt die Feindschaft fort, dich hält die Freundschaft hier.«

»Fire And Romance Of South America«, »Brazil«




Anmerkung I:

Die Erstausgabe von »Winnetou II (2. Folge)« trägt auf der Rückseite des Covers einen ausdrücklichen Hinweis auf die Gestaltung der LP-Hülle: »Foto: Das Motiv auf der Vorderseite zeigt eine Szene aus den Karl-May-Festspielen, Bad Segeberg.«





Anmerkung II:

Die Veröffentlichung der »Winnetou«-Hörspiele erfolgte bei EUROPA in zwei Etappen: Im Jahr 1968 erschienen unter der Ägide von Konrad Halver die Teile »Winnetou I - III«, jeweils auf zwei Folgen verteilt. Neun Jahre später wurden die sechs Hörspiele um zwei weitere ergänzt: »Winnetou I (3. Folge) Der schwarze Mustang« sowie »Winnetou III (3. Folge) Winnetous Vermächtnis«, beide unter der Regie von Heikedine Körting. Die Hörspielbearbeitung besorgte bei allen Produktionen Peter Folken.

Winnetou wird durchgehend von Konrad Halver gesprochen, der 1977 grundsätzlich nicht mehr für das Label EUROPA tätig war und extra für diese Produktionen verpflichtet wurde. Die Rolle des Old Shatterhand übernahm 1977 Heinz Trixner für den nicht mehr zur Verfügung stehenden Michael Poelchau, der in den Produktionen von 1968 zu hören war. Auch sonst wurden in den Aufnahmen aus dem Jahr 1977 gänzlich andere Sprecher eingesetzt als in den vorausgegangenen Einspielungen.

Da man zwischenzeitlich die ursprünglichen Cover der 1968'er Produktionen, welche Szenen von den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg zeigten, komplett durch von Hans Möller gezeichnete Bilder ersetzt hatte, erhielten die beiden "Nachzügler" von 1977 sofort gezeichnete Cover. Neu war ebenfalls, dass die Folgen einzelne Untertitel aufwiesen (»Der schwarze Mustang« sowie »Winnetous Vermächtnis«). Auch die musikalische Untermalung wurde komplett anders konzipiert.

Bei aller notwendigen Objektivität darf man wohl sagen, dass die beiden Produktionen von 1977 in Bezug auf Optik, Sprecher, Musik und Inhalt Fremdkörper innerhalb der »Winnetou«-Serie darstellen.





Anmerkung III:

Mit »Der Schatz im Silbersee« begann im Jahr 1962 der Siegeszug der Karl-May-Filme in den deutschen Kinos. Im Jahr 1963 folgte »Winnetou - 1. Teil«. Im Windschatten dieses Erfolges erschien eine Hommage ganz besonderer Art:



»Winnetou«
Das Medium Terzett



Polydor 52 131


Der im Jahr 1963 erschienene Schlager war nicht Teil der Filmmusik, machte die Interpreten jedoch von Stund an populär. In dem Lied, das von Hufgetrappel und Kriegsgeheul untermalt wird, werden die beiden bekanntesten Helden erwähnt. Inhaltlich gewinnt der Hörer jedoch keine neuen Erkenntnisse:

...

Winnetou,
Winnetou,
sei unser Freund,
Winnetou!

...

Am Marterpfahl zu sterben
war Old Shatterhand bereit.
Doch seines Freundes Treue
hat den weißen Mann befreit.

...

Ja, das ist Winnetou,
der Häuptling der Apatschen,
und die Prärie ist seine Welt.
Ja, das ist Winnetou,
der Häuptling der Apatschen,
ein Indianer und ein Held.





weitere Produktionen:

Karl May verwendete die Geschichte um Ribanna, Old Firehand und Parranoh in »Winnetou II« in leicht abgewandelter Form zum zweiten Mal. Ursprünglich stammt die Erzählung aus dem Roman »Old Firehand«, die bei EUROPA als E 2088 unter dem Titel »Old Firehand 1« vertont wurde.





Autor:

Karl Friedrich May (1842-1912) ist einer der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache. Sein Ruhm begründet sich auf Jugend- beziehungsweise Reiseromane, die in der Hauptsache im Wilden Westen und Vorderen Orient spielen. In seinen Romanfiktionen ließ er sein Alter Ego Old Shatterhand / Kara Ben Nemsi und andere Westleute und Helden stets für das Gute eintreten. Wesentliches Merkmal dabei ist die Bekehrung der Feinde zur Niederlegung der Waffen und damit die Konfliktlösung ohne Blutvergießen. Karl Mays bekannteste Figur ist diejenige des Apatschenhäuptlings Winnetou. Mays umfangreiches Werk ist weiterhin gekennzeichnet durch phantastische Landschaftsbeschreibungen. Er hat mit seinen Schriften das Interesse an anderen Kulturen und Völkern geweckt.



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